Rund um Baden-Baden

  • Adolphine Herpp

    Adolphine Herpp

     

    Adolphine Herpp 400geb. am 24. April 1845 in Rastatt, † 8. Januar 1923 in Baden-Baden

    war eine Künstlerin des 19. Jahrhunderts.

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Altstadt von Baden-Baden

    Altstadt von Baden-Baden
    gelaufene Postkarte aus dem Jahr 1899

    Bild 11

  • Anna Weinhag

    Hexenverfolgung in Baden - Geschichte der Anna Weinhag

    Anna war eine tapfere und mutige Bürgerin der Stadt Baden-Baden.

    Am Neujahrstag des Jahres 1600 stapfte Anna im Schnee durch die Altstadt von Baden-Baden.
    Anna war Gewürzkrämerin und auf dem Weg zu ihrem beliebten Laden.
    Was das neue Jahr wohl bringen würde?

    Anna machte sich keine Illusionen. Die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten würde weitergehen, der Schrecken bleiben.
    Anna schaute zum „Neuen Schloss“ hinauf. Dort hatte die Familie zusammen mit der protestantischen Gemeinde Weihnachten gefeiert, eine eigene Kirche hatten die „Lutheraner“ noch nicht.
    Anna fror. Es war bitterkalt. Verwandte hatten ihr erzählt, dass der Bodensee wieder zugefroren sei.
    Sie seufzte und ging weiter. Gott sei Dank wusste keiner was die Zukunft bringen würde, dachte sie.

    Heute kennen wir Anna Weinhags Zukunft und ihren weiteren Lebensweg.

    Sie sollte erleben, wie schon im Februar der ehemalige Dominikanermönch, Philosoph und Astronom  Giordano Bruno zum Tode verurteilt  wurde.

    Der Familie ging es unter der Herrschaft des protestantischen Markgrafen Georg Friedrich (1) einigermaßen gut. Hans, Annas Mann, wurde Ratsherr.

    Georg Friedrich von Baden-Durlach
    via Wikipedia Commons

    Die Stadt unterstützte ihren Markgrafen auch finanziell.
    Bei dem Geschäftsmann und Vorsitzenden der Murgschiffer Jakob Kast lieh sich Georg Friedrich 27.000 Gulden für die die Stadt Baden-Baden bürgte. Die Stadt selbst gab ihm noch ein unverzinsliches Darlehen (1611). Auch mit diesem Geld rüstete der Markgraf seine Armee auf.

    Katholische Liga gegen Protestantische Union – dieser Stellvertreterkrieg fand  hauptsächlich im Badischen Land sehr zum Nachteil der dortigen Bevölkerung statt.

    In Wimpfen (1622) entschied sich auch Annas Schicksal, der Markgraf unterlag in der Schlacht und Wilhelm I. wurde sein Nachfolger.

    Markgraf Wilhelm I.
    via Wikipedia Commons

    Der setzte eine brutale Rekatholisierung durch und holte die Jesuiten nach Baden-Baden. Fronapfel nach Ettlingen und Philipp Zinner nach Baden-Baden. Die Ordensregeln der Jesuiten schrieben für ein Kolleg mindestens 30 Mitglieder und ein Grundkapital von 60.000 Gulden vor. Das Jesuitenkolleg in Baden-Baden finanzierte sich durch dingliche Rechte (Berechtigung zum Einzug vom Zehnten, Grund- und Pachtzinsen) und vor allem durch Immobilienbesitz. Zwischen Ötigheim und Ottersweier besaßen sie bereits drei Mühlen, sowie Hof- und Weingüter auf ca. 250 Hektar. Mit dem Weinverkauf wurden satte Gewinne erzielt.  Ebenso mit der Hexenverfolgung. Jesuiten betreuten die Angeklagten seelsorgerisch, schrieben in Baden-Baden die Prozessprotokolle. Die Angehörigen der Opfer mussten die Prozesskosten bezahlen, viele wurden dadurch gezwungen ihren Grundbesitz an die Jesuiten zu veräußern.   

    Noch nicht mal zwei Jahre im Amt und schon stellt Wilhelm seinen Bürgern von Baden-Baden ein Ultimatum. Katholisch sollen sie werden - oder bis Weihnachten die Stadt verlassen.

    Anna war anderer Meinung, und mit der hielt sie nicht hinter den Berg. Sie schrieb an den Markgrafen und bat ihn diese Entscheidung zurückzunehmen.
    Das war skandalös. Eine Frau, eine „Lutherische“ zudem, kritisiert öffentlich die Entscheidungen des Markgrafen.

    Anna war ein Fall für den markgräflichen Rat Matern Eschbach.

    Nur wenige Monate nach ihrem Brief wurde Anna als Hexe angeklagt.
    Sie seye die gröste hur in Baden, undt darzue ein Hex
    so Eschbach.

    Eine Kronzeugin, Anna Geiger, ebenfalls als Hexe angeklagt, war schnell gefunden. Auf Hexentänzen habe sie die Weinhag gesehen.

    Anna Weinhag wurde noch am selben Tag gefoltert. Vier Tage lang. Durch Aufziehen, durch Anhängen von Gewichtssteinen, durch Beinschrauben wurden ihre Glieder zerquetscht und ihre Gelenke verrenkt. Zwei Tage lang saß sie dann noch auf dem „Wachstuhl“, doch sie legte kein Geständnis ab und nannte keine Namen. Sie musste die Urfehde schwören (Stillschweigen und keine rechtlichen Schritte gegen die Richter, d.h. gegen Eschbach), dann kam sie nach Zahlung der Verfahrenskosten frei, unter Hausarrest.

    Nur Monate später wurde sie erneut angeklagt. Diesmal wurde ihr auch Schadenszauber unterstellt.
    Nach erneuter Folter und einem Tag Wachstuhl wurde sie in den Spitalturm und danach ins Gefängnis verlegt.

    Ihr Mann Hans klagte gegen den Markgrafen vor dem höchsten Gericht des deutschen Reiches, der Reichskammer die, wegen Verfahrensmängel und der überaus harten Folter,  eine Haftaufhebung anordnete.
    Anna wurde aus dem Gefängnis entlassen.

    Wie Dagmar Kicherer schreibt, „war Anna Weinhag das einzige Opfer des Hexenwahns in der Markgrafschaft Baden-Baden, das zwei Prozesse überlebt hat. Und sie gehört zu den wenigen, die sich selbst unter unmenschlichen Qualen ihren Peinigern nicht gebeugt haben“.

    Im Herbst nach ihrer Freilassung verlies Anna Weinhag Baden-Baden.

    Ein Stich von Merian (1643) zeigt uns Baden-Baden zu Zeiten Annas

     via Wikipedia Commons

    (1) In der „Oberbadischen Okkupation“ (1594) besetzten die Verwandten des Hauses Baden-Durlach die Markgrafschaft Baden-Baden ihres Vetters Eduard Fortunat, der die/seine Markgrafschaft Baden-Baden an die Fugger verkaufen wollte, Gold herzustellen versuchte, und auf der Yburg Falschmünzerei betrieb.
    Die Baden-Durlacher beendeten damit auch die katholische Dominanz in der Markgrafschaft Baden-Baden.

     

    Literatur:

    • Dagmar Kicherer, Kleine Geschichte der Stadt Baden-Baden, G.Braun Buchverlag, 2008
    • Gleichstellungsstelle der Stadt Baden-Baden, Zwischen Suppenküche und Allee, Corinna Schneider, Man thue ihr für gott undt aller welt Unrecht, 2012
    • Historisches Museum der Pfalz Speyer, Hexen Mythos und Wirklichkeit, 2009

     

    Willi Andreas Weishaupt 2016
            © Baden-GEO-Touren
     
  • Arthur Grimm

    Arthur Grimm

     

    Arthur Grimm 400geb. 11. Februar 1883 in Mudau, † 23. Februar 1948 in Mudau.

    war Künstler, Maler und Radierer, lebte in Berlin und in Baden-Baden.

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Auf dem Battert

    Auf dem Battert

    Battert

     

    Oostal

     Merkur

  • Ausblick von der Burg Alt-Eberstein

    Ausblick von der Burg Alt-Eberstein

    Panorama Burg Eberstein

  • Ausflug auf den Merkur

    Wasserkunst Paradies A

    Wasserkunst Paradies
     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Rhododentren

     Rhododendren bei der Talstation

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     Blick vom MerkurBlick zur Oberrheinischen Tiefebene

  • Ausflug auf den Merkur

    Auf dem Merkur, einem ehemaligen römischen Tempelberg, können Sie eine der schönsten Aussichten im Nordschwarzwald genießen

     

    Programm:

    • Fahrt mit der City-Bahn vom Stadtbahnhof zum Merkurbahnhof, dann mit der Standseilbahn auf den Merkur.
    • Vorträge über das Umland von Baden-Baden, Überblick über die Geologie Badens und des Rheingrabens.
    • Mittagessen im romantischen Waldcafé.
    • Rückfahrt zum Stadtbahnhof.

     

    Merkur 22 Panorama A

     

    Beginn

    10:00 Treffpunkt Stadtbahnhof
    Ende ca. 16:00 am Stadtbahnhof
    Dauer ca. 6 h

     


     

     Terrasse bei der Bergstation A



     

     Merkurs Würfel 1 A

     


    Strecke der Merkurbergbahn A


     

  • Ausflug auf den Merkur

    Ausflug auf den Merkur

     

  • Ausflug ins Rebland

    Ausflug ins Rebland

  • Aussicht vom Battert

    Merkur v. TA Wolken

     Battert Felsenbrücke ÜFnL R

     

    BattertView

  • Aussicht vom Merkur auf das Oostal

    Aussicht Merkur Oostal Herbst hell R

    Aussicht vom Merkur auf das Tal von Baden-Baden

  • Baden-Baden

    Baden-Baden
    Doering'sche Kunstdr. Karlsruhe-Baden

    Bild 14

  • Baden-Baden in alten Ansichten

    Baden-Baden in alten Ansichten

  • Baden-Baden, Blick vom Fürstenberg-Denkmal auf das Neue Schloss

    Heinrich Hoffmann:
     
  • Badische Weinstraße zwischen Baden-Baden und Oberkirch

    Auf der Badischen Weinstraße zwischen Baden-Baden und Oberkirch

    Das Weinbaugebiet zwischen Oos und Rench gehört zur Ortenau und liegt am Schwarzwaldrand und in der Vorbergzone.
    Hier gedeihen Riesling (=Klingenberger), Traminer (=Clevener), Ruländer und Müller-Thurgau (=Rivaner), sowie Spätburgunder.

      Route und Stationen der Exkursion

    • Die Exkursion beginnt in Baden-Baden mit der Fahrt über die Waldseestraße durch das Michelbachtal. Links der Straße ist Friesenberg-Granit aufgeschlossen.
    • Abstecher zum Fremersberg: Im Süden unterhalb liegt das Klostergut Fremersberg mit der Lage Sinzheimer Klostergut Fremersberger Feigenwäldchen
    • Abstecher zum Steinbruch am Waldeneck mit ignimbritischen Rhyolith-Decken

    Waldeneck

    Blick von der Yburg auf das Rhyolith-Gebiet mit dem Steinbruch Waldeneck

    •  Weiter nach Sinzheim mit den Lagen Sinzheimer Frühmessler, Sinzheimer Sonnenberg, Sinzheimer Sätzler,Varnhalter Steingrübler, Varnhalter Sonnenberg, Varnhalter Klosterbergfelsen

    • Fahrt nach Steinbach (Steinbacher Stich den Buben) und Neuweier mit den Lagen Neuweier Mauerberg, Neuweier Schlossberg, Neuweier Altenberg.Wir besuchen dasWeingut Schloss Neuweier und die Baden-Badener Winzergenossenschaft

    Blick von der Yburg auf Neuweier und den Oberrheingraben

    Yburg 1024

     Weinberge beim Restaurant-Café Röderswald

    Wissenswertes über den Wein

    • Den Wein haben die Menschen von „den Göttern aus Erbarmen erhalten“ schrieb Plato.
    • In Georgien haben die Archäologen die ältesten bisher bekannten SPUREN ZUR WEINHERSTELLUNG  vor 9.000 Jahren gefunden.
    • Dem altägyptischen König Tutanchamun wurden 26 Weinamphoren mit genauer Jahrgangsbezeichnung in sein Grab gelegt.
    • Auch für die Griechen war Wein göttlich, damals betranken sich die Götter.
    • Dyonisos trank mit Herkules um die Wette, doch bald gab er den gefüllten Becher an seinen römischen Nachfolger Bachus ab.
    • Die Römer brachten die Weinrebe an den Rhein. Den Elbling und den Riesling.
    • Süße Weißweine, die die Römer mit bis zu 90% Wasser verdünnten, die Barbaren aber pur tranken.
    • Die Römer wussten manchmal nicht so genau, was sie wollten. So ließ ein römischer Kaiser die Weinreben seines Vorgängers ausreißen und Weizen anbauen.
    • Die Klöster bewahrten das Wissen über den Weinanbau nach dem Untergang des römischen Imperiums.
    • Kloster Eberbach: Im 12. Jahrhundert kamen Mönche aus Burgund und haben die Burgunderreben mitgebracht. Im 12. und im 13. Jahrhundert war Kloster Eberbach das größte Weinunternehmen der Welt.

     

    • Die Exkursion führt weiter nach Bühl mit den Ortsteilen Eisental und Affental: hier gedeihen Betschgräbler, Sternenberg, Engelfelsen

     

    OK1

    Grimmelshausengaststätte Silberner Stern in Oberkirch

  • Ballonfahrt über Baden-Baden

    Ballonfahrt über Baden-Baden

     

     

  • Battert, Herbstwald

    Herbstwald Battert RR

    Baden-Baden, Waldstück am Battert

  • Baudenkmäler der Stadt Baden-Baden

    Baudenkmäler der Stadt Baden-Baden

  • Bernhard II. von Baden

    Bernhard II. von Baden

     geb. 1428 in Baden-Baden, † 15. Juli 1458 in Moncalieri

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