Freudenstadt
 

ist eine auf dem Reißbrett geplante Stadt, konzipiert als archetektonisches Abbild der hierarchischen Gesellschaftsstruktur des 17. Jahrhunderts. (1)

Herzog Friedrich I. von Württemberg (1557-1608) (2) war deren Gründer. 

Der Ort war gut gewählt. Friedrich kontrollierte damit den Schwabenweg,den Handelsweg zwischen Ulm und Straßburg. Der führte von Oppenau hinauf zum Kniebispass. 

Im nahe gelegenen Christophsthal (Freudenstädter Revier) wurden seit dem 13. Jahrhundert Silber-, Kupfer- und Eisenerze abgebaut.

 

Christophstaler Münze Von Stadtarchiv Freudenstadt Landesbildungsserver Baden Württemberg Gemeinfrei

Christophstaler Münze Von Stadtarchiv Freudenstadt - Landesbildungsserver Baden-Württemberg

Friedrichs Stadt war ein Refugium für die Protestanten, eine Antwort auf die Rekatholisierung  von 1597.

So entstand im nordöstlichen Schwarzwald auf einem strategisch günstig gelegenen Hochplateau eine befestigte Residenz. 

Freudenstadt Dreizeilenplan Von Heinrich Schickhardt Hauptstaatsarchiv Stuttgart N 220 B 2 1 Bl. Gemeinfrei R

Freudenstadt, Dreizeilenplan Von Heinrich Schickhardt - Hauptstaatsarchiv Stuttgart N 220 B 2, 1 Bl.

 

Sein Baumeister, Heinrich Schickhardt (3) entwarf Freudenstadt nach den Plänen von Dürers „Befestigungslehre“.Eine quadratische Anlage, je ein Turm in der Seitenmitte. Wie ein Schachbrett. Das Innere ist in neun gleiche Felder geteilt und das mittlere Feld bildet den Marktplatz. In einer Ecke sollte das Schloss liegen. Nicht akzeptabel für den Herzog. Er ist der Mittelpunkt, das Zentrum, also muss das geplante Schloss auch in der Mitte des Platzes liegen.

Am 22. März 1599 wurden im Beisein des Herzogs im förchtig wilden Walddie ersten Häuser und Straßen abgesteckt. 

Am 2. Mai legte seine Durchlaucht selbst den Grundstein für die Stadtkirche. 

Die Bergleute brachten eine Silber- und eine Kupferstufe (Leib und Blut Christi) in die Grundmauern der neuen Kirche ein.

Das Wasser bekam die Stadt damals von den Langenwaldquellen. Über einen fast 4km langen Teuchelweg (Wasserleitungsrohre: 4m lange Tannenstämme, in Längsrichtung durchbohrt) wurde das Wasser zum Marktplatzbrunnen geleitet. Jahrhunderte lang existierte diese Wasserleitung.

Wasserleitung Reichenbach 

Wasserleitung, Stadtmuseum Reichenbach

 

1608 stirbt Friedrich mit 51 Jahren, vier Jahre später ist die Innenstadt aufgebaut.

„Friedrichstadt“wurde bald „Freudenstadt“ genannt, die Stadt wuchs dank den protestantischen Glaubensflüchtlingen. 

Das Schloss jedoch wurde nie gebaut. Die Einwohner vermissten es nicht, hatten sie doch wenigstens auf dieser Freifläche Raum für den Anbau von Gemüse und Kartoffeln. Auch die Misthäufen hatten dort ihren Platz.

Dann kamen schlechte Zeiten für die Stadt. Hungersnöte und Krankheiten und 1632  ein Feuer, das große Teile der Stadt verwüstete. 1634 zerstörten die Österreicher das was übrig geblieben war und ein Jahr später entvölkerte die Pest die Stadt endgültig (3.000 Einwohner hatte die Stadt, 1636 nur noch 300).

1749 werden einzelne Teile des Markplatzes an Bürger verpachtet und als Nutzgärten angelegt.

 

Der Bergbau wird eingestellt. Die Heilquellen sprudeln.

Freudenstadt wandelte sich.

Im späten 19. Jahrhundert entwickelte sich Freudenstadt zu einem bekannten und beliebten Kurort - auch durch die Eisenbahnanbindung (Gäubahn zwischen Eutingen und Freudenstadt). 

 

1899 feiert die Stadt ihr 300-jähriges Bestehen mit König Wilhelm II. und Königin Charlotte. 

 

Im 1. Weltkrieg war die Stadt ein großes Lazarett.

 

Von 1939 an wurde am Kniebis das Führerhauptquartier Tannenberg ausgebaut. 

Am Schliffkopf und der Hornisgrinde wurden Flak-Stellungen aufgebaut.

1940 „weihte“ Hitler Tannenberg ein und ließ sich nach dem Frankreich-Feldzug in Freudenstadt feiern. 

 

Am 16. April 1945 kurz vor Kriegsende kam der Krieg nach Freudenstadt. 

Der französische General Lattre de Tassigny war auf dem Weg nach Stuttgart.

Die Wehrmacht hatte die Brücken gesprengt. Stundenlang wurde die Innenstadt bombardiert, stundenlang beschossen. 

95% der Altstadt verbrannten. Viele starben, viele Frauen wurden vergewaltigt.

Als „Manoeuvre de Freudenstadt“ fanden die Ereignisse dieser Tage Eingang in die endlose Liste der Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs.

Drei Tage dauerte das Inferno. 

 Freudenstadt 1945 R

Freudenstadt, Stadthaus, Heimatmuseum 

 

Danach, zuerst ein mühsamer Anfang. 

1950 wurde Weihnachten in der Stadtkirche gefeiert.

Dann ein rascher Wiederaufbau, das „Wunder von Freudenstadt“. 

Und immer Streit um die weitere Nutzung des Marktplatzes, der der größte umbaute Marktplatz Deutschlands ist. 

Freudenstadt ist heute eine Stadt mit ca. 24.000 Einwohnern und durch ihre Lage hervorragend geeignet, um mit der Albtalbahn das Murgtal oder über die älteste Ferienstraße Deutschlands den Schwarzwald und den alten Schwabenweg zu erkunden.

Freudenstadt R

Monumente, Bettina Vaupel, Karlsruhe oder die Liebe zur Geometrie

 

Wir überqueren den Marktplatz und nähern uns der Evangelische Stadtkirche mit ihrem rechtwinkligen, nach NO ausgerichteten Grundriss (Uhrenturm im N).

Evangelische Stadtkirche 400

 

Die Winkelkirche in Freudenstadt wurde als solche konzipiert.

Im 19. Jh. saßen Männer und Frauen hier getrennt in den beiden Kirchenschiffen.

Weibergestühl und Männergestühl

Beeindruckend ist noch heute die zentrale Mitte, die durch die zwei sich überlagernden Rechtecke geschaffen wird.

Die Kirche besitzt einen Lesepult und einen Taufstein aus dem 12. Jahrhundert.

 

Lesepult 300 Taufstein 300

 

 

(1) Die Idee der „Idealstädte“ bekam mit Beginn der italienischen Renaissance neue Impulse. 

Das Ziel war eine klar strukturierte Stadt, die die kosmische und die weltliche Ordnung und Hierarchie darstellen und nach persönlicher Auslegung, die absolute Macht des Landesherrn repräsentieren sollte.

Karlsruhe (Fächerstadt) und Mannheim(Schachbrettstadt) sind weitere Beispiele dieses Architekturkonzepts.

 

 (2) Friedrich der I. von Württemberg nutzte intensiv die Bodenschätze (Silber, Kupfer und Eisenerze) seines Herzogtums. Er stellte Alchimisten ein, die die Lagerstätten untersuchten und analysierten. Bei Erfolglosigkeit wurden sie hingerichtet.

1604 richtete Friedrich I. im Christophstal eine Münzstätte ein und ließ den Christophstaler herstellen. So umging er die Stuttgarter Münzpräge.

 

(3) Heinrich Schickhardt von Herrenberg (geb.1558 in Herrenberg † 1635 in Stuttgart) war der bedeutendste Baumeister der Hochrenaissance in Deutschland.

Schickhardt baute Brücken (Köngen), Festungen, Schlösser, Kirchen, Städte.

Europ. kulturstrasse H.Schickhardt

Literatur:

Markus und Meinrad Bittmann, Das Murgtal, Kreisarchiv Rastatt

Bettina Vaupel, Karlsruhe oder die Liebe zur Geometrie, Monumente

Mannheimer Morgen, Konstantin Groß, 7. April 2018

Wikipedia

Brockhaus Konversationslexikon, 1902, Freudenstadt 

 

Bildnachweis:

Wikipedia Commons

Bettina Vaupel, Karlsruhe oder die Liebe zur Geometrie, Monumente 

WAW, eigenes Werk

Wikimedia commons

 

Museen:

  • Heimatmuseum im Stadthaus, mit sehr guten Sonderausstellungen
  • Besucherbergwerk Freudenstadt
Geschichte von Pforzheim
Stadt des Geistes (Humanismus), des Handels und des Goldes

 Friedericke Caroline Neuber

Friedericke Caroline Neuber

Hexenverfolgung in Baden - Die Geschichte der Anna Weinhag

Anna war eine tapfere und mutige Bürgerin der Stadt Baden-Baden.

Am Neujahrstag des Jahres 1600 stapfte Anna im Schnee durch die Altstadt von Baden-Baden.
Anna war Gewürzkrämerin und auf dem Weg zu ihrem beliebten Laden.
Was das neue Jahr wohl bringen würde?

Das Floß der armen Leute - Gefährliche Rheinfahrt 1791

 

Obertsrot 1858 ADie Flößerei ist ein sehr altes Gewerbe. Über die frühen Zeiten besitzen wir kaum ins einzelne gehende Zeugnisse.

Wir wissen aber, daß schon im Mittelalter das Holz aus den großen Waldgebieten in den Rhein und den Strom hinab geflößt wurde. So kam das Schwarzwaldholz zum Beispiel die Kinzig oder die Murg herab in den Oberrhein oder mit Nagold und Enz in den Neckar. Main, Saar und Mosel, auch Lippe und Ruhr trugen Holz aus ihren Wäldern dem Rhein zu, der er (sic) bis zu seiner Mündung mitnahm.

Leben im Mittelalter

Judentum am ...
Wehrhafte Bu...
Knud Seckel ...
Giganten der...

Modell der Barockresidenz Karlsruhe
Exponat im Badischen Landesmuseum

Clemens Pankert, genannt Perkeo

*1702 Salurn/Tirol, †1735, Knopfmacher, war Hofzwerg des Kurfürsten Karl III. Philipp von der Pfalz

Karl Philipp, kaiserlicher Statthalter der ober- und vorderösterreichischen Lande in Innsbruck, brachte Clemens Pankert an den Heidelberger Hof. Dort war der trinkfeste Hofzwerg der Hüter des großen Weinfasses im Schloss.

Perkeo war „an Wuchse klein und winzig, an Durste riesengroß“ (Heinrich Merkel).

 

Johann Georg Dathan (1703-1748) - Hofnarr Clemens Perkeo vor dem Schwetzinger Schloss, um 1725
via Wikipedia Commons

 

Das Große Heidelberger Fass
via Wikipedia Commons

 

Perkeo und der Heidelberger Brückenaffe
via Wikipedia Commons
Im Fluss der Geschichte - Der Rhein
 
 
 

Kriegsende in Baden-Baden 1945

Frontgebiet Baden Baden 280

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neu-Eberstein

Burg Eberstein war vom 13. bis zum 14. Jahrhundert Stammsitz der Herren von Eberstein. Im 14. Jahrhundert wird die Burg von Graf Eberhard von Württemberg belagert. Seit 20 Jahren führt der Wolf von Eberstein Krieg gegen die Württemberger.

Diese Taten ruinieren letztendlich ihn und sein Geschlecht.

Neu-Eberstein 1 A

Neu-Eberstein 3 B

 

 


Neu-Eberstein 6 A

 

 

 

Neu-Eberstein 5 B

 Neu-Eberstein 4 B

 

 

Yburg

Yburg 1 A

Die Yburg dominiert als südwestlichste der badischen Burgen das Rheintal.

Erbaut wurde sie wahrscheinlich im 12. Jahrhundert, auf einem 515 m hohen Porphyrkegel vulkanischen Ursprungs. Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen iwe für Eibe ab.

Urkundlich erwähnt wird sie 1245, als sie sich bereits im Besitz der Markgrafen von Baden befindet.

Die Yburg wurde mehrmals zerstört.

Im 14. Jahrhundert durch den Bischof von Speyer, 1525 in den Bauernkriegen und im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 durch die Franzosen.
Restaurierungsmaßnahmen gegen Ende des 19. und Anfang des 20.Jahrhunderts bezogen sich hauptsächlich auf die umfassenden Burgmauern.

Yburg 32 Panorama 700

 Panorama auf der Yburg

Yburg 3 A

 Hier könnten Sie sitzen!

Das Alte Schloss Hohenbaden war der Stammsitz der Markgrafen von Baden und damit Namensgeber des Landes Baden.
Gründer der Dynastie war Hermann I. (1052 – 1074).
Sein Sohn Hermann II. Markgraf von Limburg nannte sich 1112 erstmals Markgraf von Baden und errichtete auf der Südwestkuppe des Battert die Oberburg.

 

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Bernhard I. von Baden veranlasste am Ende des 14. Jahrhunderts den Bau der gotischen Unterburg, einem noch heute eindrucksvollen Ensemble von Zimmern und Gewölbesälen.

1479 verlegten die Markgrafen ihren Sitz in das Neue Schloss über dem Florentinerberg.

Hohenbaden 2 B

Hohenbaden 3 B

Windharfe B

  Hohenbaden 4 A

 

Heute befindet sich im ehemaligen Rittersaal eine von R. Oppermann konzipierte Windharfe.

 

 

 

Hohenbaden Risszeichnung 700

Quelle: Emil Lacroix, Peter Hirschfeld und Heinrich Niester: Die Kunstdenkmäler der Stadt Baden-Baden, Verlag C.F.Müller, Karlsruhe, 1942

 

Burg Hohenba...

 

Burg Alt-Eberstein

Burg Eberstein (Alt-Eberstein) ist eine Höhenburg der Grafen von Eberstein.

Dieses schwäbische Adelsgeschlecht residierte vom 11. bis ins 13.Jahrhundert in der Burg und konnte ihr Herrschaftsgebiet bis zur Schauenburg bei Oberkirch ausweiten.

Im 12. Jahrhundert erhielten sie vom Bistum Speyer einen ausgedehnten Besitz im Murgtal und stifteten daraufhin die Klöster Herrenalb (1148) und Frauenalb (1190).

Um 1200 hatten sie mehr Einfluss als die Markgrafen von Baden.

Noch im 13. Jahrhundert gründeten sie mehrere Städte, z.B. Gernsbach und Bretten.

Jedoch schwanden Macht und Besitz dahin und 1283 verkauften die Ebersteiner die Burg an den Markgrafen von Baden und verlegten ihre Residenz nach Burg Neu-Eberstein, dem heutigen Schloss Eberstein.

Seit dem 15. Jahrhundert war die Burg unbewohnt und zerfiel, bis im 19. Jahrhundert das romantische Interesse an den Burgen wiedererwachte.

 

Alt-Eberstein A

 Alt-Eberstein 2 B

 

Alt-Eberstein 2 300 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Restaurant auf Burg Eberstein

Burgen der Markgrafschaft Baden

Hohenbaden Risszeichnung 700
Burg Hohenbaden

Schloss Seelach

Schloss Seelach 2 240

wurde in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts von Graf und Gräfin Chreptowitsch in Lichtental (Ortsteil von Baden-Baden) auf der Seelach erbaut.

 

 

 

 

Residenzschloss Rastatt

Schloss Rastatt 600Das Schloss Rastatt ist die älteste Barockresidenz am Oberrhein. Bauherr war Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden (1655-1707).

Kirchen in Baden-Baden

Stiftskirche

Stiftskirche 1024Die Stiftskirche ist eine im romanischen Stil erbaute Basilika und wurde auf den Fundamenten einer noch älteren Kirche errichtet. Im wuchtigen quadratischen Turmsockel finden wir noch romanisches Mauerwerk. Ihre erste Umgestaltung in eine spätgotische Kirche erfolgte im 15. Jahrhundert. Der heutige Turm stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Die Kirche ist die Grablege der Markgrafen von Baden und den Aposteln Peter und Paul geweiht.

Schloss Favorite

 

P1010577Zum Themenkreis Badische Burgen und Schlösser fahren wir heute Richtung Rastatt und besuchen Schloss Favorite.

 

Abteikirche Schwarzach
Pfeiler R

 

 

 

 

 

 

 

Das Kloster Schwarzach war ursprünglich ein Nonnenkloster und wird Anfang des 9.Jahrhunderts zum ersten Mal unter dem Namen „Monasterium Suarzaha“ urkundlich erwähnt.

Zu dieser Zeit gehörte es schon zu den vom Wanderprediger Pirmin zusammengefassten, bzw. neu gegründeten oberrheinischen Benediktinerklöstern.

Das Münster in Schwarzach ist der einzige Backsteingroßbau der Romanik am  Oberrhein.

 

 

Aussenansicht


Ab 960 besaß die Abtei bereits weitläufige Güter im Elsass. Eine Generation später kann an der Römerstraße, in Höhe der Rheinfähre, ein Markt mit Münzrecht nachgewiesen werden. 

Die Blütezeit des Klosters erlosch, als das Lehen von Straßburg nach Speyer übertragen wurde und gedieh und wuchs erst wieder in Folge der cluniazensischen Klosterreform.

Der Kirchenbau, den wir heute sehen, „ist völlig von den Baugewohnheiten der durch die(se) Reform der zusammengefassten Klöster bestimmt. ... Noch nach mehr als 200 Jahren ist hier das in Burgund, für den 2. Bau von Cluny, geschaffene Grundrißschema verbindlich geworden.“ 

 

Cluny A                        Modell

 

Die zweite wichtige Bauphase mit Errichtung des Konvents und Kreuzgangs, wird auf Mitte des 13.Jahrhunderts datiert.

Die Fertigstellung der Kirche erfolgte erst 1302 mit der Altarweihe.

 Im 17. Jahrhundert wurden sämtliche Konvent- und Wirtschaftsgebäude neu errichtet.

Im 18. Jahrhundert veränderte der Baumeister Peter Thumb die Anlage nach dem barocken Stil seiner Zeit.

Im Zuge der Säkularisierung wurden die meisten der Barockbauten wieder abgerissen. Das Münster wird Pfarrkirche der Gemeinde.

Unglückliche Restaurierungsversuche im 19.Jahrhundert wurden durch die grundlegenden Arbeiten von Prof. Arnold Tschira behoben.

Durch den fast vollständigen Neubau der Seitenschiffe, sowie der Erneuerung der mittelalterlichen Farbgebung, hat die Kirche viel von ihrer ursprünglichen Ausdruckskraft zurückerhalten.


Tag mit Mauer                   


Wie alle damaligen Bauten besteht das Quaderwerk der Kirche aus rotem Sandstein. Die dazwischenliegenden Mauern bestehen jedoch aus relativ großen Backsteinformaten.

 

Backsteinbogen

 

Die Kenntnis der Backsteintechnik gelangte Mitte des 12. Jahrhunderts von Oberitalien aus nach Deutschland. Zuerst wurden die flachen Grünlinge noch direkt aus dem Lehm herausgeschnitten, doch bald entwickelte man Holzkästen, in die man den Lehm strich. Mit profilierten Hölzern variierte man Form und Struktur der Quadersteine. 

Das "Schwarzacher Knöpfchen" ist die älteste datierbare Glasmalerei am Oberrhein, um 1000, Fundort Nordquerhaus Kirche.

 

 Schwarzacher Köpfle


Literatur

Abteikirche Schwarzach, Grosse Baudenkmäler Heft 237, Deutscher Kunstverlag München Berlin 1973
Institut für Baugeschichte, Karlsruhe
Gottfried Kiesow, Wege zur Backsteingotik, MONUMENTE Publikationen, S.10, ebd.

 

Bildnachweis

Baden-GEO-Touren
Abteikirche Schwarzach
Badisches Landesmuseum Karlsruhe

 

Willi Andreas Weishaupt 2014
© Baden-GEO-Touren
 

Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
Schwarzacher...
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Schwarzacher...
Schwarzacher...
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Schwarzacher...
Schwarzacher...

Baudenkmäler der Stadt Baden-Baden

Kloster Maulbronn

Maulbronn EingangIm Nordwesten des Landes liegt zwischen waldigen Hügeln und kleinen stillen Seen das große Zisterzienserkloster Maulbronn.

Kloster Lichtenthal in alten Ansichten

Irmengard von Baden

Kloster Lichtenthal Fürstenkapelle Agründete im 13. Jahrhundert das Kloster Lichtenthal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbstbilnis Adolphie Herpp 140  Arthur Grimm 140  Georg Groddeck 140 Paracelsus 140 

 Adolphine Herpp

 Arthur Grimm  Georg Groddeck  Paracelsus
  Heinrich Hertz 140 Sybilla Augusta 140 Caracalla 140   Philipp Melanchthon 140
  Heinrich Hertz
Franziska Sibylla Augusta
von Sachsen-Lauenburg
Caracalla   Philipp Melanchthon

 

Johann Schroth 140
Heilige 140  Drais.jpg 140  Emma Herwegh.jpg 140 
Johannes Schroth
Carl Julius Späth
Irmengard von Baden Karl von Drais Emma Herwegh

 

 Georg Herwegh 140 Eduard Fortunat Türkenlouis 140 Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen 140 TAB
Georg Herwegh Eduard Fortunat
Ludwig Wilhelm von
Baden
Hans Jakob Christoph
von Grimmelshausen
Thomas Anshelm

 

 

Georg Groddeck

Georg Groddeck 20013. Oktober 1866 † 11. Juni 1934
Georg Groddeck war Arzt, Schriftsteller und ein maßgeblicher  Wegbereiter der Psychosomatik.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mark Twain

Gemälde von James Carroll Beckwith, 1890

30. November 1835 † 21. April 1910
war ein amerikanischer Schriftsteller.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Caracalla

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Caracalla, Friedrichsbad
Marcus Aurelius Antonius Bassianus
 
geb. am 4. April 188 zu Lyon, † 8. April 217 zu Edessa
war ein römischer Kaiser.

Johannes Schroth

 

Johann Schroth 180geb. 18. Dezember 1859 in Jöhlingen, † 23.11.1923 bei Offenburg

war Architekt, Baurat und um 1900 einer der wichtigsten Kirchenbaumeister im badischen Raum, begann ein Architekturstudium in Karlsruhe und Charlottenburg.

 

 

 

 

 

Karl Friedrich Ludwig Christian Freiherr Drais von Sauerbronn


geb. 29. April 1785 in Karlsruhe, † 10. Dezember 1851 ebenda

 war Baron, Forstmeister, Erfinder des Fahrrads und für viele ein schwarzes Schaf.

Emma Herwegh

 

EHgeb. 10. Mai 1817 in Berlin, † 24. März 1904 in Paris

war Literatin, Revolutionärin im badischen Bürgerkrieg 1848/49 und Frauenrechtlerin.

 

Emma war die aufmüpfige Tochter des wohlhabenden Kaufmanns und Hoflieferanten J.G. Siegmund und dessen Frau Henriette.

Wie alle jungen Frauen des Bildungsbürgertums spielte sie Klavier, liebte Liszt und malte.

Aber sie sprach auch mehrere Sprachen und konnte sehr gut schwimmen, reiten und schießen.

Sie liebte es, sich über die im Biedermeier bestehende Geschlechterrolle hinwegzusetzen.

 

 

Georg Herwegh

 

Georg Herwegh 300geb. 31. Mai 1817 bei Stuttgart, †  7. April 1875 in Baden-Baden
war Poet, Dichter, Salon-Revolutionär, Vordenker, Shakespeare-Übersetzer und ein Mensch, der selten lachte.

Georgs Vater Ludwig Herwegh war ein aus Baden eingewanderter Gastwirt.
Seine Mutter Rosina Märklin stammte aus einer schwäbischen Apothekerfamilie.
Die Ehe war nicht glücklich. Ludwig und Rosina stritten sich oft, heftig und rau.

 

 

Ludwig Wilhelm von Baden

Türkenlouis 240Geb. 8. April 1655 in Paris, † 4. Januar 1707 in Rastatt

war Markgraf von Baden-Baden, Bauherr des Rastatter Schlosses, ein erfolgreicher Feldherr und genialer Stratege, ein glückloser Politiker.

Thomas Anshelmus Badensis

Bernhard II. von Baden

 geb. 1428 in Baden-Baden, † 15. Juli 1458 in Moncalieri

Carl Julius Späth

geb. 12. April 1838 in Steinmauern, † 2. April 1919 in Steinmauern

war Weber und Uhrmacher, verschroben, genial, Erbauer einer einzigartigen astronomischen Uhr.

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