• Wienhäuser Madonna um 1290 Kloster Wienhausen

    Wienhäuser Madonna um 1290, Kloster Wienhausen

    Zur Website von Kloster Wienhausen

     

  • Schwarzacher Münster

     

  • Institut z. HL. Grab

    Kloster zum Heiligen Grab, Toreinfahrt zum Hof, Säulen und Giebel von 1895, nur Schlußstein von 1698

  • KvHG Schautafel R

     

     

  • Kloster Maulbronn

    Maulbronn EingangIm Nordwesten des Landes liegt zwischen waldigen Hügeln und kleinen stillen Seen das große Zisterzienserkloster Maulbronn.

  • Kloster Lichtenthal in alten Ansichten

  • Kloster Lichtenthal

    ist ein Cistercienserinnen Kloster in Lichtental (heute Ortsteil von Baden-Baden) das seit seiner Gründung im 13. Jahrhundert nie zerstört wurde.

     

    Kloster L. Luftaufnahme v. Ballon Sign

    Heutige Sicht auf Kloster Lichtenthal gen Süden

    Kloster LUCIDA VALLIS (Leuchtendes Tal) wurde es genannt, zur Erinnerung an das Kloster Clairvaux- CLARA VALLIS (Helles Tal).

    „Wir übergeben unserer Herrin und Mutter das Patronatsrecht der Kirchen in Ettlingen und Baden, ihren Zehnten in Iffezheim, die Dörfer Winden und Beuern mit allem Zubehör, zwei Höfe in Oos,.....“

    So steht es im Stiftungsbrief, den die beiden Markgrafensöhne Hermann und Rudolf ihrer Mutter Irmengard, Markgräfin von Baden und Gründerin des Klosters, im Frühjahr 1245 ausstellten und wodurch fast alle herrschaftlichen Rechte auf das Kloster übertragen wurden.

    „Mit allem Zubehör“ – damit waren auch die meisten Einwohner in Beuern (heute Ortsteil von Baden-Baden) gemeint, die nun Leibeigene des Klosters wurden. Die besaßen keine Rechtspersönlichkeit. Ihre Besitzstände konnten nicht vererbt werden, sondern fielen im Todesfall dem Adel oder der Kirche zu.

    Die Freien zahlten ihre vielfältigen Abgaben und Steuern.

    Im 13. Jahrhundert prosperierte das Kloster Lichtenthal.

    Seit der Gründung war das Kloster direkt dem Papst unterstellt und zusammen mit dem mächtigen Orden konnten Begehrlichkeiten kirchlicher und weltlicher Herren, wie dem Bischof von Straßburg abgewehrt werden.

    Missernten und Pestepidemien führten im 14. Jahrhundert zu einer veränderten Weltsicht und zur ersten Existenzkrise des Klosters Lichtenthal.

    1350 waren die meisten Nonnen adlige Frauen, die wenig zum klösterlichen Leben beitrugen und mehr den weltlichen Genüssen zugewandt waren. Sogar Darlehen vergab das Kloster, gegen Zinsen natürlich. Um die Macht im Konvent wurde zwischen den adligen Frauen und ihren Häusern erbittert gekämpft.

    1426 setzte das Ordenskapitel der Cistercienser diesem Treiben ein Ende.

    Kloster Lichtenthal wurde unter Aufsicht gestellt.

    Die Klöster Lützel, Maulbronn und Herrenalb waren für die „Observanz“ verantwortlich.

    Klosterschaffner wurden etabliert. Diese wurden direkt vom Markgrafen eingesetzt und waren für die Verwaltung aller weltlichen Besitztümer und deren Aktivitäten zuständig.

    Der Klosterschaffner stand in der Hierarchie auf der gleichen Stufe wie der ranghöchste markgräfliche Beamte des Amtsbezirkes Baden.

    Er überwachte alle Lieferungen an das Kloster und an den markgräflichen Hof, die die Beuerner zu leisten hatten. Er hatte die richterliche Gewalt inne und ohne seine Einwilligung durfte kein Einwohner heiraten, oder wegziehen. Er überwachte die „Frontage“ (Arbeitsdienst der Bevölkerung für das Kloster) und zog die Bethe (Grund- und Bodensteuer) ein.

    Dann kam der Bauernkrieg. Obwohl angeblich eine weiße Frau vom Himmel herabschwebte und die Bauern Kraft ihrer Erscheinung aus dem Kloster trieb

    musste dieses 1526 vorübergehend geräumt werden.

    Das im Augsburger Religionsfrieden verbriefte Recht der Fürsten die Religionszugehörigkeit in ihrem Herrschaftsgebiet eigenmächtig zu bestimmen führte in der Bevölkerung, aber auch im Kloster zu großen Verunsicherungen.

    War ein katholischer Markgraf an der Macht, ging es dem Kloster gut, war der Markgraf Protestant, bangte das Kloster um sein weiteres Bestehen. Da musste man nur ins benachbarte Württemberg schauen, wo Herzog Ulrich das Kloster Maulbronn kurzerhand auflöste.

    Zahlungen, wie die „Türkensteuer“ konnten vom Kloster nicht mehr geleistet werden. 1583 musste die Äbtissin eine Anleihe beim Markgrafen aufnehmen.

    Die Zeiten wurden immer schlechter.

    Aber der Wein wurde immer besser. Auf dem heutigen Schafsberg wuchsen damals die Reben des Klosters. 17 Fuder Wein (ca. 25.000l) wurden in einem Durchschnittsjahr erzeugt.

    Im Dreißigjährigen Krieg zogen schwedische und französische Truppen plündernd und mordend durch Baden. Immer musste „Schutzgeld“ bezahlt werden. Das Kloster Lichtenthal wurde geplündert, ausgeraubt, aber nicht zerstört.

    1688 überschritten die französische Truppen Ludwigs XIV. den Rhein und verwüsteten die Pfalz und Mittelbaden. Baden-Baden wurde wie viele andere Städte (Bretten, Bruchsal, Durlach,....) niedergebrannt, aber das Kloster blieb verschont.

    1697 endete der Pfälzische Erbfolgekrieg mit dem Frieden von Rijswijk. Damit war der Krieg in Baden zu Ende.

    Unterstützt durch die Markgrafenwitwe Sibylla Augusta begann eine rege Bautätigkeit am Kloster. (Frauenchor, Konventgebäude, Abteiflügel).

    1781/85 entstand der heutige Torbau und die Außenmauer.

    Am 23. Juli 1783 schuf Markgraf Karl Friedrich in seinem Land die Leibeigenschaft ab. Ausgenommen waren die Orte, die nicht allein dem Markgrafen unterstanden. Dazu gehörte auch das Kloster Lichtenthal.

    Erst am 19. März 1808 wurde die Leibeigenschaft in Beuern aufgehoben.

    Als Markgraf Karl Friedrich nach den napoleonischen Kriegen seine linksrheinischen Besitztümer an Frankreich abgeben musste, erhielt er dafür die Ländereien und Besitztümer der Kirchen.

    Kloster Lichtenthal wurde zwar verstaatlicht und die Ländereien wie üblich eingezogen, jedoch finanzierte der Staat die Nonnen und das Klosterleben.

    Karl Friedrich wird als „zweyter Stifter“ des Klosters bezeichnet.

    Dafür sollten die Nonnen eine Mädchenschule gründen.

    Am 9. Februar 1815 wurde das „Lehrinstitut“ für die Beuerner Mädchen eröffnet.

    Die Schulräume waren im ehemaligen Schaffnerhaus (das Gebäude links neben der Fürstenkapelle) eingerichtet.

    Zu Zeiten der badischen Revolution 1848/49 verwandelte sich das Kloster zeitweise in ein Soldatenlager.

    1877 wurde die Schule als staatliche Volksschule anerkannt, aber der Knabenschule in Lichtental unterstellt.

    Ab 1909 können Mädchen im Kloster den Realschulabschluss erlangen.

    Seit 1925 gehört das Kloster der Mehrerauer Kongregation an.

    Ab November 1944 war das Kloster Sitz der NS-Gauleitung unter Robert Wagner, der 1945 nach Schönwald im Schwarzwald floh.

    1960 wurden das Wirtschaftgebäude und die Abteikirche renoviert.

    Heute ist das Kloster Lichtenthal neben seiner Schule berühmt für seine Paramentenstickerei (in der Kirche und der Liturgie verwendete Textilien), seinen Graphikerinnen, die die klösterliche Schreibkunst pflegen, sowie seine Goldschmiedinnen.

    Natürlich muss der nach alten Rezepten hergestellte Klosterlikör hier auch erwähnt werden.

    KL Schnitte W O

    Quellen / Literatur:

    Robert Erhard, Aus der Geschichte des Baden-Badener Stadtteils Oberbeuern, Bürgervereinigung Oberbeuern e.V.

    Kloster Lichtenthal, Festschrift zum Klosterjubiläum

    Badener Tagblatt, Henning Zorn, Wolfgang Breyer (Fotos), Das Kloster Lichtenthal, 6 Folgen im Februar 1995

    Emil Lacroix, Peter Hirschfeld und Heinrich Niester, Kunstdenkmäler Badens Baden-Baden, C.F.Müller, 1942

    WIKIPEDIA

    Bildnachweis:

    WAW, eigenes Werk

    Emil Lacroix, Peter Hirschfeld und Heinrich Niester, Kunstdenkmäler Badens Baden-Baden, C.F.Müller, 1942, S. 438

  • Kloster Eldena

    ist eine Zisterzienserabtei (Hilda), im heutigen Stadtgebiet von Greifswald gelegen.

    1199 wurde sie von Jaromar I. Fürst von Rügen gestiftet. 

    Fast fünfhundert Jahre lang bestand diese Klosteranlage.

    Von hier aus wurde der Norden mit Auswanderen aus Niedersachsen, Westfalen und der Altmark kolonisiert.

    1638 brannten die Schweden das Kloster nieder. 

    B1 BaumTorbogen R

    B3 Torbogen M R

    B4 Klosterruine Eldena Turm vu

    Bilder: Willi Weishaupt

    In der Romantik wurden die Ruinen durch Caspar David Friedrichs Werke weithin bekannt.

    1920px Caspar David Friedrich 051

    Bild: C.D. Friedrich, Klosterruine Eldena bei Greifswald, WikiCom.

    Klosterruine Eldena und Riesengebirge C D Friedrich

    Bild: C.D. Friedrich, Klosterruine Eldena, Riesengebirge, WikiCom.

     

    klosterfriedhof im schnee

    Bild: C.D. Friedrich, Klosterfriedhof im Schnee, WikiCom.

  • Klosteransicht O R

    Kloster Allerheiligen, Oppenau

  • Allerheiligen Kreuzbogen WA

    Kloster Allerheiligen, Oppenau

  • Kloster Allerheiligen Toraussicht

    Kloster Allerheiligen, Oppenau

     

  • Irmengard von Baden

    Kloster Lichtenthal Fürstenkapelle Agründete im 13. Jahrhundert das Kloster Lichtenthal

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Abteikirche Schwarzach
    Pfeiler R

     

     

     

     

     

     

     

    Das Kloster Schwarzach war ursprünglich ein Nonnenkloster und wird Anfang des 9.Jahrhunderts zum ersten Mal unter dem Namen „Monasterium Suarzaha“ urkundlich erwähnt.

    Zu dieser Zeit gehörte es schon zu den vom Wanderprediger Pirmin zusammengefassten, bzw. neu gegründeten oberrheinischen Benediktinerklöstern.

    Das Münster in Schwarzach ist der einzige Backsteingroßbau der Romanik am  Oberrhein.

     

     

    Aussenansicht


    Ab 960 besaß die Abtei bereits weitläufige Güter im Elsass. Eine Generation später kann an der Römerstraße, in Höhe der Rheinfähre, ein Markt mit Münzrecht nachgewiesen werden. 

    Die Blütezeit des Klosters erlosch, als das Lehen von Straßburg nach Speyer übertragen wurde und gedieh und wuchs erst wieder in Folge der cluniazensischen Klosterreform.

    Der Kirchenbau, den wir heute sehen, „ist völlig von den Baugewohnheiten der durch die(se) Reform der zusammengefassten Klöster bestimmt.... Noch nach mehr als 200 Jahren ist hier das in Burgund, für den 2. Bau von Cluny, geschaffene Grundrißschema verbindlich geworden.“ 

     

    Cluny A                        Modell

     

    Die zweite wichtige Bauphase mit Errichtung des Konvents und Kreuzgangs, wird auf Mitte des 13.Jahrhunderts datiert.

    Die Fertigstellung der Kirche erfolgte erst 1302 mit der Altarweihe.

     Im 17. Jahrhundert wurden sämtliche Konvent- und Wirtschaftsgebäude neu errichtet.

    Im 18. Jahrhundert veränderte der Baumeister Peter Thumb die Anlage nach dem barocken Stil seiner Zeit.

    Im Zuge der Säkularisierung wurden die meisten der Barockbauten wieder abgerissen. Das Münster wird Pfarrkirche der Gemeinde.

    Unglückliche Restaurierungsversuche im 19.Jahrhundert wurden durch die grundlegenden Arbeiten von Prof. Arnold Tschira behoben.

    Durch den fast vollständigen Neubau der Seitenschiffe, sowie der Erneuerung der mittelalterlichen Farbgebung, hat die Kirche viel von ihrer ursprünglichen Ausdruckskraft zurückerhalten.


    Tag mit Mauer                   


    Wie alle damaligen Bauten besteht das Quaderwerk der Kirche aus rotem Sandstein. Die dazwischenliegenden Mauern bestehen jedoch aus relativ großen Backsteinformaten.

     

    Backsteinbogen

     

    Die Kenntnis der Backsteintechnik gelangte Mitte des 12. Jahrhunderts von Oberitalien aus nach Deutschland. Zuerst wurden die flachen Grünlinge noch direkt aus dem Lehm herausgeschnitten, doch bald entwickelte man Holzkästen, in die man den Lehm strich. Mit profilierten Hölzern variierte man Form und Struktur der Quadersteine. 

    Das "Schwarzacher Knöpfchen" ist die älteste datierbare Glasmalerei am Oberrhein, um 1000, Fundort Nordquerhaus Kirche.

     

     Schwarzacher Köpfle


    Literatur

    Abteikirche Schwarzach, Grosse Baudenkmäler Heft 237, Deutscher Kunstverlag München Berlin 1973
    Institut für Baugeschichte, Karlsruhe
    Gottfried Kiesow, Wege zur Backsteingotik, MONUMENTE Publikationen, S.10, ebd.

     

    Bildnachweis

    Baden-GEO-Touren
    Abteikirche Schwarzach
    Badisches Landesmuseum Karlsruhe

     

    Willi Andreas Weishaupt 2014
    © Baden-GEO-Touren
     

    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...
    Schwarzacher...

Go to top