Selbstbilnis Adolphie Herpp 140  Arthur Grimm 140  Georg Groddeck 140 Paracelsus 140 

 Adolphine Herpp

 Arthur Grimm  Georg Groddeck  Paracelsus
  Heinrich Hertz 140 Sybilla Augusta 140 Caracalla 140   Philipp Melanchthon 140
  Heinrich Hertz
Franziska Sibylla Augusta
von Sachsen-Lauenburg
Caracalla   Philipp Melanchthon

 

Johann Schroth 140
Heilige 140  Drais.jpg 140  Emma Herwegh.jpg 140 
Johannes Schroth
Carl Julius Späth
Irmengard von Baden Karl von Drais Emma Herwegh

 

 Georg Herwegh 140 Eduard Fortunat Türkenlouis 140 Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen 140 TAB
Georg Herwegh Eduard Fortunat
Ludwig Wilhelm von
Baden
Hans Jakob Christoph
von Grimmelshausen
Thomas Anshelm

 

 

Georg Groddeck

Georg Groddeck 20013. Oktober 1866 † 11. Juni 1934
Georg Groddeck war Arzt, Schriftsteller und ein maßgeblicher  Wegbereiter der Psychosomatik.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mark Twain

Gemälde von James Carroll Beckwith
 
30. November 1835 † 21. April 1910
war ein amerikanischer Schriftsteller.
 

1835 wurde er als Samuel Langhorne Clemens in Florida, Missouri geboren.

Nach dem Tod seines Vaters musste er im Alter von 12 Jahren die Schule abbrechen und begann eine Lehre als Schriftsetzer.
Mit 17 Jahren ging er nach New York. Mit 22 Jahren war er Lotse auf dem Mississippi, nahm am Sezessionskrieg auf Seiten der Konföderierten teil und suchte in den Bergen von Nevada nach Silber.
Er wurde Reporter, schrieb für Zeitungen und Reiseberichte für Verlage.
Ab 1863 nannte er sich in seinen literarischen Veröffentlichungen Mark Twain.
1878 reiste Mark Twain durch Deutschland, die Schweiz und Italien.
Er kam über Heidelberg nach Baden-Baden und in den Schwarzwald.
Er lobte die Bäder, liebte den Schwarzwald aber ließ fast kein gutes Haar an der Bäderstadt.
1880 schreibt er darüber ein Buch A Tramp Abroad, -  Bummel durch Europa.
1894 musste er mit seinem Verlag Konkurs anmelden.
Die in den nächsten Jahren folgenden Vortragsreisen unternahm er um seine Schulden abzutragen.
1910 starb Mark Twain in Redding (Connecticut).

 

Mark Twain über Baden-Baden:

„Ich glaube fest daran, dass ich meinen Rheumatismus in Baden-Baden gelassen habe. Er steht Baden-Baden gern zur Verfügung. Ich hätte gern etwas Ansteckendes zurückgelassen, aber das lag nicht in meiner Macht.“

„Es ist ein fades Städtchen, überall trifft man auf leeren Schein, kleinlichen Betrug und Aufgeblasenheit,
aber die Bäder sind gut.“

 

Mark Twain über den Schwarzwald:

Mark Twain 200

„Von Baden-Baden aus machten wir den üblichen Abstecher in den Schwarzwald. Die meiste Zeit über waren wir auf den Beinen. Man kann diese edlen Wälder ebensowenig beschreiben wie die Empfindung, die sie hervorrufen. Ein Zug dieser Empfindung ist jedoch ein Gefühl tiefer Zufriedenheit; ein anderer Zug ist eine heitere, jungenhafte Fröhlichkeit; und ein dritter und deutlich spürbarer Zug ist das Gefühl, daß die Alltagswelt weit entfernt und daß man von ihr und ihren Angelegenheiten vollkommen befreit sei.

Diese Wälder erstrecken sich ohne Unterbrechung über ein riesiges Gebiet; und überall sind sie sehr dicht, sehr still, sehr harzig und duftend. Die Baumstämme sind stark und geradegewachsen, und an vielen Stellen ist der Boden meilenweit unter einem dichten Moospolster von leuchtend-grüner Farbe verborgen, dessen Oberfläche keine welken oder rissigen Stellen aufweist und dessen makellose Sauberkeit keine herabfallendes Ästchen oder Blatt befleckt.

Das satte Dämmerlicht einer Kathedrale durchdringt die Säulengänge; die vereinzelten Sonnenflecke, die hier auf einen Stamm und dort auf einen Ast treffen, treten deshalb stark hervor, und wenn sie auf das Moos treffen, so scheint das beinahe zu brennen. Aber die sonderbarste und zauberhafteste Wirkung bringt das zerstreute Licht der tiefstehenden Nachmittagssonne hervor; da vermag kein einzelner Strahl in die Tiefe zu dringen, doch das zerstreute Licht nimmt von Moos und Laubwerk Farbe an und durchflutet den Wald wie ein schwacher, grüngetönter Dunst, das Bühnenfeuer des Feenreiches. Der Hauch des Geheimnisvollen und des Übernatürlichen, der zu allen Zeiten im Wald spukt, wird durch dieses unirdische Glühen noch verstärkt.“


Quellen:
Alle Zitate aus : Mark Twain, Bummel durch Europa, Aufbau Verlag    
[1] Mark Twain, Upton House, 1906, aus Mark Twain, Meine geheime Biographie, Aufbau Verlag, 2012

Kaiser Caracalla

 Caracalla_II_Fr.Bad.jpg
Caracalla, Friedrichsbad
Marcus Aurelius Antonius Bassianus
geb. am 4. April 188 zu Lyon, † 8. April 217 zu Edessa
war ein römischer Kaiser.
 

Caracalla nannten ihn viele Römer, weil er in Rom ein neues Kleidungsstück einführte und in Massen verschenkte, die Caracálla (ein vorn und hinten hoch geschlitzter Rock mit langen Ärmeln, evtl. mit Kapuze) der in Gallien getragen wurde. Seine Excellenz höchstpersöhnlich modifizierte dieses bewährte Kleidungsstück (im wesentlichen kürzte er den Rock).

Lucius Septimius Bassianus war der älteste Sohn des römischen Kaisers Septimius Severus und dessen syrischer Frau Julia Domnia.

Mit zehn Jahren erhob ihn sein Vater zum Cäsar, jetzt nannte er sich Marcus Aurelius Antonius Bassianus.

Sein Vater starb 211 auf einem Feldzug in Britannien auf dem ihn seine beiden Söhne Caracalla und Geta begleiteten.

Nachdem die Brüder aus England nach Rom zurückgekehrt waren, ließ  Caracalla seinen Bruder Geta in den Armen seiner Mutter ermorden.
An die 20.000 Anhänger seines Bruders Geta wurden getötet.

Caracalla war nun der gottgleiche Alleinherrscher, seine Vorbilder waren Achilles und Alexander der Große.

Caracalla brauchte viel Geld um seinen ausschweifenden Lebensstil und um seine Soldaten zu bezahlen.
Terror, Enteignung und Erpressung waren für ihn geeignete und beliebte Mittel, dies zu erreichen.

212 gab er allen freien Bewohnern des römischen Reiches das Bürgerrecht, in der Absicht, von ihnen dieselben Abgaben zu erhalten, welche die römischen Bürger zahlen mussten.

Später ließ er einen Doppeldenar mit vermindertem Silbergehalt prägen.

213 führte er in Rhätien einen unrühmlichen Krieg gegen die Alamannen.

214 griff er in Dacien (heutiges Rumänien, Gebiete von Bulgarien) die Daker an,  überließ die Provinz aber bald ihrem Schicksal.

215 zog er nach Alexandria. Hier ließ er die waffenfähige Jugend von seinen Soldaten niederhauen, weil er sich an den Alexandrinern wegen deren beißenden Spötteleien über ihn, rächen wollte.

216 überfiel er das Land der Parther (heutiger Iran und das Zweistromland).

Unter dem Vorwand, die Tochter des Partherkönigs heiraten zu wollen, kam ein Treffen zwischen dem König, dessen Vertrauten und Caracalla zustande.

Er ließ sie alle niedermachen, nur der Partherkönig entkam mit einigen wenigen.

Dann plünderte er das Land.

217 wollte er den Zug wiederholen, aber auf dem Weg nach Edessa wurde er von seinem Gardepräfekten ermordet.

In späterer Zeit war Caracalla vor allem durch die nach ihm benannte Therme bekannt. (1)

 

Caracalla war 213 in Aquae (dem späteren Baden-Baden), das fortan Aquae Aurelia hieß, auf einem Feldzug gen Norden.

 

Caracalla_Inschrift_bei_röm._Bad.jpg

Römische Funde, Tiefgarage beim Friedrichsbad

 

Wenn Sie heute entspannt im warmen Wasser der Caracalla Therme in Baden-Baden so vor sich hinträumen - seien Sie auf der Hut - vor allem, wenn ihre Verwandten dabei sein sollten.

Hab keine Angst vor Fremden, hab lieber Angst vor deiner Familie.

 

Willi Andreas Weishaupt 

© Baden-GEO-Touren

 

(1) Der Bäderkomplex der Caracalla-Thermen, gelegen am Aventin, dem südlichsten der Hügel Roms, wurde von Septimius Severus gebaut und von seinem Sohn Marcus Aurelius Antonius Bassianus, bekannt als Caracalla, AD 216  eingeweiht.

Er bedeckte eine Fläche von 337x328 m.

Der zentrale Bereich von 220x114 m. folgt den Vorstellungen der imperialen Periode:

 

Grundriss Caracallatherme

 

Die zentrale Achse reiht die Bäder: 1 calidarium, 2 tepidarium, 3 frigidarium und 4 natatio auf. Die anderen Räume: 5 apodyteria, 6 sphaeristeria und 7 laconica sind symmetrisch dazu angeordnet.

Gewaltige Zisternen, gegenüber der Eingangsseite, formten ein Stadion. 

Die Seitenfronten bildeten große Exedren (nischenartige Räume), die jeweils drei weitere Räume beinhalteten.

 

 Caracalla Therme

Frigidarium der Thermen des Caracalla zu Rom (Rekonstruktion von Viollet-le-Duc).

 

Nicht nur durch die Größe waren die Bäder spektakulär, sondern auch durch die Dekoration.

Die Wände und die Fußböden des zentralen Beriches bestanden aus einfarbigem Marmor, Mosaikfußboden in den übrigen Räumen, Die vielen Nischen boten Raum für  hunderte von Statuen. 

Anhand der Nischen im zentralen Bereich des Bades nimmt man an, dass dort über 100  Statuen standen.

Viele von ihnen wurde vor dem Bau gefertigt, aber ebenso viele wurden, vor allem die Kolossalstatuen, speziell für die Caracalla-Therme in Auftrag gegeben. So der Herkules oder Asclepius.

Herkules     Herkules Rückseite

Herkules Neapel Museo Archeologico Nationale

 

Der Farnesische Stier MAN

Der farnesische Stier

 

 Caracalla Therme Mänade Palermo

 Mänade Museum Palermo

Im 5.Jh. reihte Polemius Silvius die Bäder in die sieben Weltwunder ein, d.h. die Bäder waren zu dieser Zeit noch in Betrieb und überaus prächtig.

573 belagerten die Goten die Stadt, kappten und zerstörten die Wasserversorgung.

Ohne Wasser kein Bad. Die Bäder zerfielen.

Im 12. Jh. diente das Gelände als Plantage und Weinberg, teilweise als Friedhof und später als Steindepot für Kirchen und Paläste. 

Im 16. Jh. war der Komplex immer noch zugänglich und die meisten dekorativen Elemente in situ. 

 

Bartoli_Ruinen_Caracallatherme_II.jpg

Bartoli, Caracalla

 

Der systematische Diebstahl der Monumente begann 1545 als Alessandro Farnese (Papst Paul III.) per Dekret sich selbst und seiner Familie Ausgrabungen erlaubte, und den Farneses alle Rechte an den gefundenen Kunstgegenständen verlieh.

Literatur:
F.A. Brockhaus Enzyklopädie, Mannheim, 1987
Brockhaus’ Konversations-Lexikon, Jubiläums-Ausgabe, Leipzig, 1901

Johannes Schroth

 

Johann Schroth 180geb. 18. Dezember 1859 in Jöhlingen, † 23.11.1923 bei Offenburg

war Architekt, Baurat und um 1900 einer der wichtigsten Kirchenbaumeister im badischen Raum, begann ein Architekturstudium in Karlsruhe und Charlottenburg.

 

 

 

 

 

Karl Friedrich Ludwig Christian Freiherr Drais von Sauerbronn


geb. 29. April 1785 in Karlsruhe, † 10. Dezember 1851 ebenda

 war Baron, Forstmeister, Erfinder des Fahrrads und für viele ein schwarzes Schaf.

Emma Herwegh

 

EHgeb. 10. Mai 1817 in Berlin, † 24. März 1904 in Paris

war Literatin, Revolutionärin im badischen Bürgerkrieg 1848/49 und Frauenrechtlerin.

 

Emma war die aufmüpfige Tochter des wohlhabenden Kaufmanns und Hoflieferanten J.G. Siegmund und dessen Frau Henriette.

Wie alle jungen Frauen des Bildungsbürgertums spielte sie Klavier, liebte Liszt und malte.

Aber sie sprach auch mehrere Sprachen und konnte sehr gut schwimmen, reiten und schießen.

Sie liebte es, sich über die im Biedermeier bestehende Geschlechterrolle hinwegzusetzen.

 

 

Georg Herwegh

 

Georg Herwegh 300geb. 31. Mai 1817 bei Stuttgart, †  7. April 1875 in Baden-Baden
war Poet, Dichter, Salon-Revolutionär, Vordenker, Shakespeare-Übersetzer und ein Mensch, der selten lachte.

Georgs Vater Ludwig Herwegh war ein aus Baden eingewanderter Gastwirt.
Seine Mutter Rosina Märklin stammte aus einer schwäbischen Apothekerfamilie.
Die Ehe war nicht glücklich. Ludwig und Rosina stritten sich oft, heftig und rau.

 

 

Ludwig Wilhelm von Baden

Türkenlouis 240Geb. 8. April 1655 in Paris, † 4. Januar 1707 in Rastatt

war Markgraf von Baden-Baden, Bauherr des Rastatter Schlosses, ein erfolgreicher Feldherr und genialer Stratege, ein glückloser Politiker.

Thomas Anshelmus Badensis

Bernhard II. von Baden

 geb. 1428 in Baden-Baden, † 15. Juli 1458 in Moncalieri

Carl Julius Späth

geb. 12. April 1838 in Steinmauern, † 2. April 1919 in Steinmauern

war Weber und Uhrmacher, verschroben, genial, Erbauer einer einzigartigen astronomischen Uhr.

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