Bernhard II. von Baden

 geb. 1428 in Baden-Baden, † 15. Juli 1458 in Moncalieri

Die Eltern waren Markgraf Jakob I. von Baden und Katharina von Lothringen.
Jakob I. verwirklichte die Gründung des Kollegiat-Stifts, betrieb den gotischen Neubau der Stiftskirche und gründete 1426 das Franziskanerkloster Fremersberg.

Bernhard wurde im Schloss Hohenbaden geboren und wuchs am Hof des Königs René I. d’Anjou in Angers auf. Sein Bruder Karl war mit Katharina von Österreich verheiratet, so hatte Bernhard Zugang zum Wiener Hof und wurde in jungen Jahren persönlicher Gesandter von Friedrich III.

In seinem Auftrag sollte er auch, nachdem Konstantinopel 1453 von den Türken erobert wurde, in den befreundeten Fürstenhäusern für einen neuen Kreuzzug gegen das osmanische Reich werben. 1458 stirbt er in Moncalieri an der Pest.

Bernhard II. war tiefreligiös und teilte sein Vermögen mit Anderen (Ein Drittel bekamen die Armen, ein Drittel kirchliche Stiftungen und ein Drittel behielt er für sich).

Als an seinem Grab in der Marienkirche in Moncalieri sich angebliche Wunderheilungen häuften, wurde er 1769 selig gesprochen.

Der damalige Markgraf ließ in Rastatt einen Brunnen zum Andenken an die Seligsprechung seines berühmten Vorfahren errichten.

Willi Andreas Weishaupt 2014